Viele Besucher, die zum ersten Mal eine Montessori Schule betreten, kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, so viele Unterschiede gibt es zu herkömmlichen Regelschulen. Ein besonders auffälliger Unterschied ist die Altersmischung in einer Montessori Schule. Anders als in einer Regelschule gibt es hier keine Klassen, in denen gleichaltrige Kinder des gleichen oder maximal aus zwei Jahrgängen, zusammen unterrichtet werden. Die Gruppen in der Montessori Schule werden nach anderen Gesichtspunkten zusammengestellt, die dem Lernen förderlicher sein sollen. In der Regel bestehen deshalb die Gruppen aus Kindern mit ähnlichem Entwicklungsstand und zwar unabhängig von deren biologischem Alter. Kleinere Unterschiede im Wissensstand sind dabei durchaus erwünscht, da so gegenseitige Unterstützung möglich wird, von der alle Seiten profitieren.
Die Unterstützung der Mitschüler und die gegenseitige Hilfe ist ein zentraler Aspekt in einer Montessori Schule, die nicht nur Faktenwissen vermitteln soll, sondern die Kinder auch in sozialer Kompetenz schulen soll.
Ebenso wie in einem Kinderhaus besteht auch in einer Montessori Schule der Hauptanteil der Unterrichtszeit aus der berühmten Freiarbeit. In dieser Zeit ist es den Kindern freigestellt, mit welchem Material aus welchem Themenbereich sie sich gerne beschäftigen möchten. Zu Beginn der Freiarbeit legt sich jedes Kind auf ein Material fest, das es zur Verfügung gestellt bekommt und darf sich dann mit diesem so lange und so intensiv wie es möchte, beschäftigen. Zu den möglichen Themenbereichen gehören u.a. Mathematik, Sprachen, Biologie, Geografie bzw. Sachkunde in Grundschulen.


